
In vielen Unternehmen wird großer Wert auf sorgfältige Analyse gelegt. Zahlen werden geprüft, Szenarien diskutiert und Risiken abgewogen.
Das ist grundsätzlich sinnvoll. Schwieriger wird es, wenn der Wunsch nach Sicherheit dazu führt, dass Entscheidungen immer weiter verschoben werden.
Gerade in komplexen Organisationen entsteht dann ein typisches Muster: Ein Thema wird besprochen – aber nicht entschieden. Es folgt eine weitere Analyse, eine zusätzliche Abstimmung oder ein neues Meeting.
Die Verantwortung bleibt dabei oftmals unklar. Niemand möchte eine falsche Entscheidung treffen.
Das Ergebnis ist jedoch häufig problematischer als eine unvollständige Entscheidung. Denn während intern noch diskutiert wird, verändern sich Märkte, Wettbewerber reagieren schneller oder Chancen gehen verloren.
Viele erfolgreiche Unternehmen verfolgen deshalb einen anderen Ansatz:
Entscheidungen werden dort getroffen, wo die größte Nähe zum Thema besteht – und nicht erst nach mehreren Hierarchieebenen.
Das bedeutet nicht, Risiken zu ignorieren. Es bedeutet lediglich, Tempo als wichtigen Faktor der Wettbewerbsfähigkeit in Industrieunternehmen zu verstehen.
Denn nicht jede Entscheidung muss perfekt sein. Aber viele Entscheidungen müssen rechtzeitig getroffen werden.
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